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Anfang Juli 2025 schlug die Meldung einer möglichen Rückkehr der Bundesmarine auch Holtenau wie eine Bombe in der Stadt Kiel ein, denn eigentlich sollten auf dem ehemaligen Marinegelände über 2.250 neue Wohnungen in einem ganz neuen Wohnquartier an der Kieler Förde entstehen.
Abb.: Auf dem Unterland im Frühjahr 2018 (© Bert Morio).Im Rahmen der Wiederaufrüstung der durch die vermeintliche
Friedensdividende
herunter gerüstete Bundeswehr fiel den
Planern natürlich auch das ehemalige Bundeswehrgelände zwischen Flugplatz und Förde ins Auge, auf dem noch
eine großer Teil der Infrastruktur vorhanden ist — zum Beispiel der noch
vorhandene Gleisanschluß an die Industriebahn Wittenbek-Friedrichsort.
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[Update 24.12.2025]
Es scheint so, als würden sich die Pläne der Bundeswehr schneller realisieren
als anfangs gedacht. Es gibt anscheinend bereits Planungen darüber, welche
Einheiten nach Kiel zurückkehren sollen - vor allem aus Eckernförde. Es
scheint außerdem so, dass die inzwischen bestehende Wegeverbindung vom
Leuchtturm nach Schusterkrug nicht unterbrochen werden soll
und hier an einer Lösung (ggf. eine Brücke?) gearbeitet wird. Auch für den
ehemaligen Marineschießstand
westlich der Hochbrücken scheint es bereits konkrete Pläne zu geben, z. B.
unterirdische Schießbahnen ...
[Update 16.04.2026]
Seit gestern Abend ist es amtlich. Die Bundeswehr kommt zurück auf das
Holtenauer Unterland und übernimmt wieder zwei Drittel des ehemals an die
Stadt Kiel verkauften Geländes. Von den ehemals geplanten über 2000
Wohneinheiten werden in Holtenau wohl nur noch 700 gebaut werden. Eine
Wegeverbindung zwischen Holtenau und Schusterkrug soll aber erhalten bleiben.
Große Veränderungen soll es allerdings nicht nur in Holtenau, sondern auch am
Marinestützpunkt in der Wik geben.
[Update 17.04.2026]
Die Reaktionen auf den voraussichtlichen Deal zwischen der Stadt Kiel und der
Bundesmarine könnten unterschiedlicher nicht sein. Dabei haben wohl beide
Seiten teilweise gute Argumente auf ihrer Seite. Die Diskussion wird uns wohl
noch lange beschäftigen, drängt nun aber für mich die eigentliche Frage in
den Hintergrund: Warum ist es der Stadt nicht gelungen, aus dem so genannten
Sahnestück an der Förde etwas zu entwickeln? Ansonsten halte ich es
persönlich mit den Alten Römern: Si vis pacem para
bellum
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Wenn ich die aktuelle Berichterstattung über die Pläne der Bundesmarine in
in der Stadt Kiel in den letzten Tagen so verfolge, dann drängt sich mir der
Gedanke aus, daß vieles von dem, was noch kommen wird, noch gar nichts
ausgesprochen oder zu Ende gedacht ist: Beispielweise die sich aus bestimmten
Notwendigkeiten der Geheimhaltung ergeben Folgen — sei des
Überflugverbote für Drohnen oder die Fotografierverbote, die man bereits aus
den früheren Tagen kennt.
Es kommen da aber aufgrund der neuen technologischen Möglichkeiten auf weitergehende Folgen auf uns zu wie möglichen Einschränkungen der Handynutzung. Oder aber auch Bewegungseinschränkungen für die Staatsbürger anderer Länder. Es könnten dabei nicht nur die Bundeswehrstandorte betroffen sei, sondern auch bestimmte für ausländische Mächte technologisch interessante Betriebe — nicht nur aus dem Bereich der Rüstung. Denkt man dies weiter, dann stellt sich sogar die Frage nach dem Zugang zu Universitäten oder anderen Forschungseinrichtungen.
Siehe auch:
© Bert Morio 2026 — zuletzt geändert: 17.04.2026