Holtenauer Geschichte

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Brunsbüttel

Im Gegensatz zur Situation in Holtenau hatte man beim Bau der dortigen Schleusenanlagen mit anderen Widrigkeiten zu kämpfen. Zum einen war die Beschaffenheit des Baugrundes eine andere als bei Holtenau, wo sich der Bau der Schleusen als relativ unkompliziert darstellte. Zweitens herrschte an der Nordsee im Gegensatz zu den nur 7 cm der Ostsee ein viel gewaltigerer Tidenhub, so daß sich die ursprüngliche Idee, einen Teil des in den Kanal gelangten Niederschlagswassers über die Elbe abzuleiten, aufgrund der dadurch auftretenden starken Strömungen als nicht durchführbar erwies — immerhin werden bis zu 10 % der in Schleswig-Holstein fallenden Niederschlagsmenge über den Nord-Ostsee-Kanal abgeleitet. Seitdem wird der Großteil der Wassermenge über das Entwässerungssiel des Toten Arms bei Holtenau abgeleitet.

Die Brunsbütteler Schleusenanlagen wurden durch lange Molen vor den Strömungen der Elbe geschützt und auch die Schleusentore selbst wurden solider als die bei Holtenau konstruiert, was sich schon an ihrem höheren Gewicht erkennen läßt. Auf den Molenköpfen standen von Anfang an Geschütze zur Verteidigung des Kanals gegen seeseitie Angriffe.

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© Bert Morio 2017 — Zuletzt geändert: 22-09-2017 11:39