Holtenauer Geschichte

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Luftschutzstollen und Bunker

Während allen Holtenauern, die den Zweiten Weltkrieg hier miterlebten, der Wendenburg-Bunker in der heutigen Schwester-Therese-Straße auch heute noch ein Begriff ist, sind viele der anderen Luftschutzeinrichtungen längst in Vergessenheit geraten oder waren zumindest der Zivilbevölkerung nicht bekannt.

Hochbunker

Der einzige Hochbunker Holtenaus war der Wendenburg-Bunker in der Schwester-Therese-Straße.

Luftschutzstollen

Luftschutzstollen anzulegen bot sich überall dort an, wo es genügend große Hänge gab, z.B. an beiden Ufern der Kieler Förde. Auf der Wiker Seite des Kaiser-Wilhelm-Kanals gab es ebenfalls mehrere Stollen. In Holtenau gab es Luftschutzstollen u. a.:

Auf dem Unterland

Am Abhang zwischen dem Ober- und dem Unterland befinden sich auf dem ehemaligen Kasernengelände der Marine noch die Eingänge zu zwei ehemaligen Luftschutzstollen. Sie dienten den ehemals hier stationierten Soldaten während des Zweiten Weltkrieges als Schutzraum. Die Stollen boten bei einer Erdüberdeckung von 7 - 10 Metern einen gleichwertigen Schutz wie Betonbunker, waren aber günstiger anzulegen. Sie wurden mit Stahllamellen oder Beton ausgekleidet und mit druckdichten Türen verschlossen.

Luftschutzstollen am Unterland Abb.: Luftschutzstollen am Hang zum Unterland. Der nördlich gelegene Eingang mit der Gebäudenummer 11.

Luftschutzstollen am Unterland Abb.: Blick in den nördlichen Stollen. Rahmen für die druckfeste Stahltür.

Luftschutzstollen am Unterland Abb.: Luftschutzstollen am Hang zum Unterland. Der südlich gelegene Eingang mit der Gebäudenummer 11.

Luftschutzstollen am Unterland Abb.: Blick in den südlichen Stollen.

Luftschutzstollen am Unterland Abb.: Hinter der Ziegelsteinmauer im südlichen Stollen.

Ein weiterer Stollen befindet sich nördlich:

Luftschutzstollen am Unterland Abb.: Gebäude Nr. 19.

Unterhalb der Villa Hoheneck

Unterhalb der Villa Hoheneck auf Höhe des heutigen Betriebsweges gab es anscheinend 2 Luftschutzstollen mit Doppeltüren bzw. 2 Doppelstollen. Diese Stollen standen anscheinend auch Zivilpersonen zur Verfügung, wie das letzte Bild zeigt. Da während des Krieges verschiedene Einheiten der Marine in der Villa Hoheneck einquartiert waren (u. a. die Hafenschutzflottille und eine Ballon-Sperr-Einheit), ist es anzunehmen, daß die Stollen zum Schutz dieser Truppen gebaut wurden.

Luftschutzstollen Villa Hoheneck Abb.: Luftschutzstollen unter der Villa Hoheneck (Quelle: Sammlung Uwe Steinhoff).

Luftschutzstollen Villa Hoheneck Abb.: Im Inneren des Luftschutzstollens unter der Villa Hoheneck (Quelle: Sammlung Uwe Steinhoff). Man sieht, daß hier nicht nur die in der Villa einquartierten Soldaten, sondern auch Zivilisten Schutz fanden.

Luftschutzstollen Villa Hoheneck Abb.: Im Jahr 1952 waren die Stolleneingänge noch vorhanden, wie man auf der Postkarte aus dem selben Jahr sehen kann.

Siehe auch:

© Bert Morio 2016.