Holtenauer Geschichte

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Der Hafendampfer nach Holtenau

Nachdem sich die Einwohnerzahl Holtenaus infolge des Kanalbaus sprunghaft erhöht hatte, wurden auch neue Verkehrsverbindungen notwendig, um die außerhalb Holtenaus arbeitende Bevölkerung in die anderen Stadtteile befördern. Wichtig waren natürlich die Verbindungen zu den großen Werften am Ostufer und nach Friedrichsort.

Hafendampfer der NDC Abb.: Hafendampfer der NDC vor dem Leuchtturmhügel.

Das Ende des Hafendampfers nach Holtenau

Seitdem die Hafendampfer den Fähranleger Holtenau nicht mehr anlaufen ist der Ort um eine maritime Attraktion ärmer geworden. Möglicherweise besitzt eine Fährverbindung zu den anderen an der Kieler Förde gelegenen Stadtteilen keine verkehrstechnische Bedeutung mehr, aber wir sind der Ansicht, daß man den touristischen Aspekt nicht zu gering schätzen sollte.

Natürlich sieht man als Bewohner Kiels aufgrund der Gewöhnung viele Dinge nüchterner, aber für viele Binnenländer ist eine Hafenrundfahrt oder die Besichtigung der Holtenauer Schleusen ein echtes Highlight. Gerade in einer Stadt, die - ihre Wasserseite ausgenommen - nicht gerade mit touristischen Höhenpunkten gesegnet ist, ist es umso wichtiger den maritimen Charakter Kiels und natürlich auch Holtenaus zu erhalten.

Doch es geht nicht nur um die Verbindung zur Fördeschifffahrt der SFK, sondern auch um die Kanalfähre Holtenau-Wik. Diese hat nicht nur durch den Einsatz eines schwimmenden Brotkastens (der Adler I) anstelle alter Schiffe wie beispiels­weise der Kanalfähre Ute viel von ihrem ursprünglichen Charme verloren, sondern scheint — projeziert man die Rationali­sierungs­anstregungen der letzten Jahre in die Zukunft — letztendlich in ihrer Existenz gefährdet.

Am 22. Juni 2007 schrieb der Kieler Express:

Auf der letzten Ortsbeiratssitzung wurde wiederum die Anbindung Holtenaus an die Fördeschifffahrt auf die Tages­ordnung gesetzt, denn die tägliche Anbindung des Stadtteils sei bereits Bestandteil eines Beschlusses im Wirtschaftausschuß aus dem August 2004. Eine Anpassung des Fahrplanes soll soll für eine kosten- und zeitneutrale Lösung sorgen, beispielsweise durch ein wechselseitiges Anlaufen Holtenaus und anderer Fördeanleger. Einer solchen Lösung stünde auch aus technischer Sicht nichts engegen. Der Holtenauer Ortsbeirat beschloß daher auch einstimmig einen Antrag an den Wirtschaftsausschuss, die Verwaltung zur Prüfung aufzufordern, ob der Stadtteil bereits im Jahre 2008 wieder an die Fördeschiffahrt angeschlossen werden kann." (Quelle: Kieler Expres vom 20. Juni 2007.)

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