Holtenauer Geschichte

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Nordhafen

Im Rahmen von Infrastrukturmaßnahmen der Stadt Kiel nach dem Ersten Weltkrieg, die nötig wurden, weil als Folge des Versailler Vertrages die Marine in Kiel stark verkleinert werden mußte, hatte die Stadt am Kanal wie auch am Voßbrook neue Gewerbeflächen angelegt. Am Südufer des Kanals wurde in den Jahren 1923 bis 1924 der heutige Nordhafen gebaut. Hier entstanden Kohlen- und Öllager, ein großes Getreidesilo und ein großes Lagerhaus.

Nordhafen aus der Luft Abb.: Der Nordhafen aus der Luft. Man erkennt noch den alten Kanalverlauf mit dem alten Bogen bei Knoop. Das Gebiet WaffenschmiedeGeheimrat-Schulz-Weg ist noch nicht bebaut. Die dortigen Ländereien wurden noch von Bauer Bansee bewirtschaftet.

Nordhafen und Silo Abb.: Getreidesilo und Prinz-Heinrich-Brücke; hinten links Holtenau.

Blick auf den NordhafenAbb.: Blick auf den Nordhafen, das alte Getreidesilo, die Prinz-Heinrich-Brücke und den Toten Arm bei Knoop. Oben rechts erkennt man die Schießbahnen des Marineschießplatzes. Das Gebäude ganz links existiert wie das alte Silo auch nicht mehr. Das Gelände vor dem Nordhafen ist heute bewaldet.

Inzwischen haben sich auf dem Gelände des Nordhafens mehrere kleinere oder größere Unternehmen angesiedelt, die hier unter anderem Lokomotiven oder Segelyachten bauen.

[Update April 2026]:
Wie aktuell die Frage der Abhängigkeit der Stadt Kiel von der Marine immer noch ist, zeigt sich im Frühjahr des Jahres 2026 an den Plänen der Bundesmarine in Folge der zunehmenden Bedrohungslage auch auf inzwischen aufgegebenen Flächen wieder eigene Infrastruktur anzusiedeln. Die Rückkehr der Marine nach Kiel ist wohl eine der wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahrzehnte.

Siehe auch:


© Bert Morio 2026 — Zuletzt geändert: 25.04.2026