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Antragstellung für Leistungen der Pflegeversicherung

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung werden nur auf Antrag gewährt. Antragsberechtigt ist der Versicherte ab dem vollendeten 15. Lebensjahr, für jüngere Versicherte deren Eltern.

Der Versicherte stellt einen Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung bei der Pflegekasse, die wiederum den Antrag zur Prüfung an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) weiterleitet, der gegenüber der Pflegekasse eine Empfehlung ausspricht. Die Pflegekasse entscheidet dann über den Antrag unter Berücksichtigung des Gutachtens des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung.

Der MDK ist bei seinem Hausbesuch auf die Mithilfe des Pflegebedürftigen bzw. seiner Angehörigen angewiesen, denn er benötigt Angaben über alle Hilfestellungen und Pflegeleistungen, die am Tage und in der Nacht erbracht werden.

Einige Pflegekassen verlangen daher auch die Vorlage eines "Pflegetagebuches". Damit ist eine detaillierte Aufzeichnung des täglichen Hilfebedarfs möglich. Die Pflegekasse kann erst nach Eingang des Leistungsantrages tätig werden.

Antragsvordrucke müssen bei der Pflegekasse angefordert werden. Das Verfahren gilt auch dann, wenn der Pflegebedürftige nach Anerkennung der Pflegebedürftigkeit eine Höherstufung beantragt, zum Beispiel von Pflegestufe I nach Pflegestufe II.

Über den Antrag ist innerhalb von 5 Wochen (25 Arbeitstage) zu entscheiden. Wird diese Zeitspanne durch Verschulden der Pflegeversicherung überschritten, kann der Antragsteller einen finanziellen Ausgleich erhalten. Wird der Antrag abgelehnt, kann Widerspruch gegen den Bescheid des MDK eingelegt werden.

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